19.02.2019 FNP: „Bittere 2:3-Niederlage für Oberliga-Damen des SSC Bad Vilbel II in Marburg“

Weshalb nach dem zweiten Satz ein Bruch in ihr Spiel kommt, darüber werden sich die „Tulpen II“ gewiss noch heute die Köpfe zerbrechen. Immerhin reicht es zu einem Auswärtszähler.

Marburg – Nach Sätzen hatten sie bereits mit 2:0 geführt, die drei Punkte zum Greifen nah – am Ende jedoch mussten sich die Oberliga-Volleyballdamen des SSC Bad Vilbel II beim Tabellenachten VfL Marburg noch mit 2:3 (25:19, 25:15, 20:25, 11:25, 8:15) geschlagen geben und stehen unverändert an vierter Position.

Mit den Außenangreiferinnen Laura Schulz und Linda Feil, Diagonalangreiferin Natascha Raisig, Daniela Heyer im Zuspiel, den Mittelblockerinnen Ruth Wagner und Katharina Weislogel sowie Libera Lilia Heinrich ging der SSC ins Spiel. Schnell erspielte man sich einen kleinen Vorsprung. Die zuvor ausgegebene Aufschlagtaktik zeigte Wirkung, der Gegner kam nur selten zum Angriffsaufbau und nach 22 Minuten hatte Bad Vilbel den Satz mit 25:19 für sich entschieden.

Personell unverändert ging der SSC den zweiten Durchgang an. Konzentriert erspielte er sich Punkt für Punkt. Insbesondere die Außenangreiferinnen setzten sich immer wieder gekonnt durch. Zudem verhalfen Aufschlagserien von Linda Feil und Ruth Wagner zu einer kleinen Führung, die rasch anwuchs, ehe Laura Schulz mit einer dritten Rallye den Sack zum 25:15 zuschnürte. Damit war der erste Zähler bereits verbucht – im dritten Satz sollten die restlichen zwei Punkte erspielt werden.

Es kam jedoch anders. Plötzlich lief nicht mehr viel zusammen. Eigenfehler häuften sich im Vilbeler Spiel, flugs hieß es 1:6. Durch die Einwechslung von Marie Nerreter (Mitte) und Deborah Rohr (Diagonal) sollte frischer Wind aufs Feld kommen, doch das Team lief einem 5-Punkte-Rückstand hinterher – vergebens (20:25), nur noch 2:1.

Na gut, dann mussten die drei Punkte eben im vierten Satz gesichert werden. Jedoch lief es da noch schlechter als zuvor. Kein Druck im Aufschlag, Annahme und Abwehr wackelten, das Zuspiel ungenau, der Angriff ohne Durchschlagskraft. Die Stimmung im Marburger Team stieg mit jedem Punkt weiter an, während es beim SSC immer ruhiger wurde. Und nach einem 11:25 hieß es 2:2.

Selbst im Tiebreak waren für den SSC immer noch zwei Punkte möglich. Der Satz begann ausgeglichen, der Aufschlag wechselte ständig. Kurz vor dem Seitenwechsel erspielte sich Marburg zwei Punkte Vorsprung. Jenes 8:6 sollte bereits spielentscheidend sein. Bad Vilbel gelang nicht mehr viel. Nur noch zwei Punkte wurden eingespielt, und so blieb es durch die 2:3-Niederlage am Ende bei nur einem Punkt. gg

SSC Bad Vilbel II: Lina Djouiai, Linda Feil, Lilia Heinrich, Daniela Heyer, Marie Nerreter, Natascha Raisig, Deborah Rohr, Laura Schulz, Ruth Wagner, Katharina Weislogel.