05.11.2018 FNP: „Tulpen mit Dornen: Gibt’s nicht? Gibt es!“

Der Verlust des dritten Satzes lässt die Schützlinge von SSC-Trainer Christoph Haase kalt. Anna Laschewski sticht aus einer starken Mannschaft noch heraus.

Weiter bergauf geht es mit den Volleyball-Damen des SSC Bad Vilbel in der Dritten Liga Süd. Die Mannschaft von Trainer Christoph Haase setzte sich bei der TG Bad Soden mit 3:1 (25:21, 25:20, 17:25, 26:24) durch und rückte innerhalb des Elferfeldes auf Rang acht vor.

Bejubeln ihren nächsten Erfolgsstreich in der Dritten Liga Süd: die „Volleyball-Tulpen“ des SSC Bad Vilbel.

Das neu formierte TG-Team von Andi Meusel ging trotz der Niederlage im Pokalspiel als leichter Favorit ins Derby. „Bei unserem Pokalsieg fehlten auf Sodener Seite bis zu vier Spielerinnen des jetzigen Stammteams und Bad Soden ist ein sehr erfolgreicher Start in der Liga geglückt; wir waren also gewarnt“, meinte Bad Vilbels Kotrainer Götz Steinfeld vor dem Spiel.

In der Grundaufstellung Franziska Wilhelm, Amelie Krimphoff, Elena Jaß, Anna Laschewski, Jeannette Pfeiffer, Stefanie Freund und mit Libera Jacqueline Pfeiffer ging es ins Spiel. Kapitänin Anna Laschewski gab die Marschroute sofort am Aufschlag vor und holte mit viel Druck eine erste 8:4-Führung heraus. Im Angriff agierten die „Tulpen“ weit weniger flexibel als zuvor gegen Umkirch, jedoch punkteten sowohl Stefanie Freund im Mittelangriff, als auch Jeannette Pfeiffer und Amelie Krimphoff über Außen und Anna Laschewski auf Diagonal oft direkt. Beim Stand von 20:13 gab es dann jedoch einen kurzen Konzentrationseinbruch und Bad Soden war sofort da – nur noch 20:18. Christoph Haase brachte Catherine Thornton und Jacqueline Garski. Mit starken Aufschlägen von Franziska Wilhelm zogen die Tulpen auf 24:19 davon und gewannen den Satz mit 25:21.

Im zweiten Satz entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Bad Soden schlug nun deutlich stärker auf und wurde auch im Angriff immer effektiver. Über 8:8 und 13:13 kam es dann zum 17:13 für den SSC. Anna Laschewski: „In den kritischen Phasen haben wir im Aufschlag immer noch einen draufgepackt und die Annahme von Bad Soden unter Druck gesetzt. Das war sehr gut von uns.“ Christoph Haase brachte Christina Jadatz zum Aufschlag und auch sie punktete sofort. Der SSC brachte den Vorsprung mit 25:20 ins Ziel, alles sah nach einem klaren Spielverlauf aus.

Der dritte Durchgang sah den SSC schnell mit 12:6 vorne. „Wir haben uns zu diesem Zeitpunkt wohl schon zu sicher gefühlt. Bad Soden hatte nichts mehr zu verlieren und ging dann im Aufschlag volles Risiko, um den Satz noch zu drehen“, musste Haase miterleben, „das müssen wir in Zukunft einfach noch abgezockter regeln, die Ballwechsel in die Länge ziehen und den gegnerischen Fehler erzwingen.“ Bad Soden gewann den Satz mit 25:17 zum 2:1 – beim SSC hieß es nun „Wunden lecken“.

Auch im vierten Satz startete Bad Soden dominant und führte flugs mit 11:3. „Wir hatten keine Bindung zum Spiel und konnten Bad Soden nichts entgegensetzen, monierte Haase. Was dann jedoch folgte, war ein beispielloser Einsatzwille der Tulpen. Sie zeigten ihre Dornen. Anna Laschewski und Amelie Krimphoff verkürzten den Rückstand mit starken Aufschlägen. Plötzlich keimte wieder Hoffnung auf. Der SSC kam zurück und erspielte sich mit 17:16 die erste Satzführung, doch Bad Soden hielt dagegen. Aber schließlich schnürte Jacqueline Garski den Sack zu und führte ihr Team mit dem 26:24 zum 3:1-Sieg.

Das Fazit von Christoph Haase: „Wir haben an die starke Leistung gegen Umkirch angeknüpft und hatten in Kapitänin Anna Laschewski eine Spielerin, die aus dem Kollektiv herausstach und in engen Spielsituationen immer wieder im Angriff und Aufschlag ihre Klasse ausgespielt. Das war bärenstark.“

SSC Bad Vilbel: Jacqueline Garski, Amelie Krimphoff, Anna Laschewski, Franziska Wilhelm, Elena Jaß, Christina Jadatz, Stefanie Freund, Catherine Thornton, Jeannette Pfeiffer, Jacqueline Pfeiffer. gg