02.11.2018 FNP – Vorbericht aus Soden: „„Keine Angst vorm fünften Satz““

Die Volleyballerinnen der TG Bad Soden erwarten in der 3. Liga Süd am Samstagabend den SSC Bad Vilbel.

Bad Soden. 

Viel unglücklicher konnte man ein Spiel zuletzt nicht verlieren. Zu Hause gegen den MTV Stuttgart sowie vergangenes Wochenende beim SSC Freisen musste sich die Mannschaft von Andreas Meusel jeweils mit 2:3 geschlagen geben. Das ist für das völlig neu formierte Team kein Beinbruch. Doch beide Male unterlag Bad Soden erst im Tiebreak – und das auch noch denkbar knapp in beiden Partien mit 13:15 im Entscheidungssatz. „Wir haben keine Angst vorm fünften Satz“, sagt Andreas Meusel trotzdem.

Das hat gleich mehrere Gründe: Bad Sodens Trainer kann die Situation weiter ganz realistisch einordnen. Für ihn sind die beiden Punkte aus den 2:3-Niederlagen gegen Stuttgart und – vor großer Kulisse – in Freisen „Punktgewinne“. Denn obwohl die TG Bad Soden nach dem Abstieg in die 3. Liga als Fünfter mit acht Punkten gut dasteht, wertet Trainer Meusel jeden Zähler als Punkt gegen den Abstieg. Zu ausgeglichen sei die 3. Liga. Aus solchen Partien könnte seine Mannschaft zudem viel lernen. Außerdem ist er mit der Einstellung seiner Mannschaft „total zufrieden“. Diese werde sich irgendwann auch „belohnen“, wenn es wieder in einen fünften Satz gehen sollte. Seine junge Mannschaft würde bestens trainieren: „Wir haben in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet.“

Vielleicht kommt es schon am morgigen Samstagabend (19 Uhr) wieder zu einem Showdown im fünften Satz. In der Otfried-Preussler-Halle erwartet die TG Bad Soden SSC Bad Vilbel. Mit dem Tabellenneunten haben die Gastgeberinnen noch eine Rechnung offen. Immerhin scheiterten die Bad Sodenerinnen vor einigen Wochen im Hessenpokal ausgerechnet an Bad Vilbel. „Wir kennen den Gegner vom Pokal. Wir müssen auf höchstem Niveau spielen, um einen Chance zu haben“, erklärt Andreas Meusel. Mit einem Heimsieg könnte die TG Bad Soden ihren bislang so guten fünften Rang weiter festigen.

Trainer Meusel denkt derzeit nur von Spiel zu Spiel. Tabellenkonstellationen interessieren ihn deshalb nicht so sehr. Und wenn es nach fünf Sätzen auch gegen Bad Vilbel nur zu einem Punktgewinn reichen sollte, dann wäre das kein Problem. „Jeder Punkt ist wichtig, jeder Sieg ist wichtig“, sagt Andreas Meusel. Die „Richtung“, die seine Mannschaft eingeschlagen hätte sei „positiv“. „Wenn es am Ende reicht, Bad Vilbel zu schlagen, wäre es natürlich schön. Ich bin da sehr optimistisch“, so der Trainer weiter. Auch eine weitere 2:3-Niederlage würde er wieder als Punktgewinn bezeichnen. Jeder Punkt wäre ein Schritt in Richtung Ligaverbleib.

Personell kann Andreas Meusel gegen Bad Vilbel aus dem Vollen schöpfen. Die ein oder andere Spielerin sei in letzter Zeit zwar erkrankt gewesen, doch am Samstagabend soll der komplette Kader wieder einsatzbereit sein. Im dritten Heimspiel in dieser Saison hoffen die Bad Sodenerinnen zudem auf den ersten Heimsieg. Mit einem 3:2 könnte Andreas Meusel somit sicher bestens leben.