22.03.2018 FNP: „So souverän wie lange nicht mehr“

Die Weichen für ein erfolgreiches Drittliga-Saisonfinale sind gestellt. Gegen den TV Breckenheim fahren die „Tulpen“ in Windeseile einen 3:0-Pflichtsieg ein. Aber im Fernduell mit Jahn Kassel haben die Nordhessinnen die besseren Karten.

25:12, 25:19, 25:16 – das macht 3:0. In nur 62 Minuten. Die Volleyballdamen des SSC Bad Vilbel haben in der Dritten Liga Süd gegen den Tabellenvorletzten TV Breckenheim entschlossen zum rettenden Strohhalm gegriffen und diesen zum Pflichtsieg genutzt. Doch wird es für die von Christoph Haase trainierten „Tulpen“ in den zwei verbleibenden Saisonspielen im Fernduell mit dem punktgleichen TV Jahn Kassel noch zum Klassenerhalt reichen?

Zwei Siege in den beiden noch ausstehenden Saisonpartien, und die „SSC-Tulpen“ könnten in der Dritten Liga womöglich den Klassenerhalt bejubeln.

In der Grundaufstellung mit Julia Schwarzlose, Jeannette Pfeiffer, Rebekka Engelke, die nach ihrer Knieverletzung wieder ihr erstes Spiel absolvierte, Jacqueline Pfeiffer, Catherine Thornton, Vanessa Koch und Maike Wendling ging es ins Spiel. Schwarzlose und Jeannette Pfeiffer zeigten von Anfang an, wo es langgehen sollte: volle Pulle im Aufschlag. Der SSC setzte sich gleich einmal mit vier Punkten ab.

Bei Mainz lief nicht sonderlich viel zusammen, und so konnten die SSClerinnen ein ums andere Mal den ersten Angriff der Gäste abwehren und im eigenen Angriff, anfangs vor allem über Catherine Thornton und Rebekka Engelke, punkten. Mit der Führung im Rücken spielten die Tulpen stark auf und angelten sich den Satz (25:12).

In der Satzpause gab es warnende Worte von Trainer Haase, denn in den vergangenen Spielen erstreckten sich die Partien oft über fünf Sätze. Durchgang zwei verlief, wie erwartet, deutlich ausgeglichener. Bretzenheim schlug nun stärker auf, nahm besser an, dennoch lag der SSC stets mit ein, zwei Zählern vorne. Vor allem in der Abwehr um Libera Maike Wendling zeigten die Tulpen sich durchweg bissig und gaben keinen Ball verloren. Jacqueline Pfeiffer (Diagonal) und Vanessa Koch (Mitte) brachten Bretzenheims Block zur Verzweiflung. Am Ende des Satzes (25:19) kam Jacqueline Garski zur Verstärkung des Aufschlags ins Spiel.

Im dritten Satz konnte sich der SSC gleich mit 6:1 absetzen. Kassel kam mit einer guten Aufschlagserie aber wieder auf 7:6 heran und legte dann sogar zum 13:12 vor. Die eingewechselte Franziska Koob sollte dann beim SSC auf Außen gleich zweimal im Angriff punkten. Ihr Team setzte sich nun wieder ab, vergrößerte den Vorsprung Punkt um Punkt – bis hin zum 25:16, gleichbedeutend mit 3:0-Sieg.

Christoph Haases Bilanz: „Mainz hat – wie wir letzte Woche in Stuttgart – nicht ins Spiel gefunden und konnte mit unseren starken Aufschlägen nichts anfangen. Wir sind so souverän wie lange nicht mehr aufgetreten und haben in der Abwehr die unmöglichsten Bälle noch geholt. Das war stark. Das war die Leistung, die nötig sein wird, um die Klasse zu halten. Klar ist aber auch, dass Jahn Kassel mit dem geholten Punkt gegen Karlsruhe in der besseren Position ist und wir dringend in Karlsruhe und gegen Villingen punkten müssen, um unsere Chance auf den Klassenerhalt zu nutzen.“ Kassel geht mit 17 Punkten/30:44 Sätzen, Bad Vilbel mit 17 Punkten/23:44 Sätzen in die zwei letzten Spieltage.

SSC Bad Vilbel: Jeannette Pfeiffer, Jacqueline Pfeiffer, Julia Schwarzlose, Melissa Drewes, Rebekka Engelke, Ornela Pezer, Vanessa Koch, Jacqueline Garski, Anna Laschewski, Catherine Thornton, Maike Wendling, Franziska Koob.