01.03.2018: „„Tulpen“ schauen bereits gen Stuttgart“

Ohne drei – und das ausgerechnet auch noch gegen den Spitzenreiter: Für die Bad Vilbeler Tulpen scheint am zurückliegenden Spieltag nicht die Sonne.

Im Abstiegskampf der Dritten Volleyball-Liga Süd ist alles wieder offen. Der SSC Bad Vilbel zog gegen Spitzenreiter VC Wiesbaden II in nur 65 Minuten mit 0:3 (15:25, 19:25, 20:25) den Kürzeren und blieb als Tabellenviertletzter auf seinen 14 Punkten sitzen. Dagegen setzte sich Verfolger TV Jahn Kassel gegen das Bundesstützpunktteam des MTV Stuttgart mit 3:0 (25:17, 25:21, 25:16) durch und stockte sein Guthaben auf 13 Zähler auf.

Beim SSC Bad Vilbel hatten mit Rebekka Engelke, Vanessa Koch und Maike Wendling verletzungs- und krankheitsbedingt passen müssen. Kurzerhand wurde Außenangreiferin Anna Laschewski auf der Mitte positioniert. So starteten die „Tulpen“ mit Julia Schwarzlose, Jeannette Pfeiffer, Anna Laschewski, Jacqueline Garski, Franziska Koob, Ornela Pezer und Libera Katrin Hultsch.

Eine Bad Vilbeler Drei-Punkte-Führung beantworteten die Gäste mit einer starken Aufschlagserie. Auch bekamen die „Tulpen“ die VC-Annahme nicht mehr in den Griff. Wiesbaden zog auf und davon. Trotz zahlreicher Wechsel konnten sich die Brunnenstädterinnen nicht mehr zurückkämpfen und verloren den Satz mit 15:25.

SSC-Trainer Christoph Haase brachte Catherine Thornton und Jacqueline Pfeiffer zur Stabilisierung der Annahme. Diese Maßnahme griff, aber nun scheiterten die SSClerinnen ein uns andere Mal am Block der Gäste. Erneut war der Rückstand nicht zu vermeiden, zumal der VC auch ordentlich Druck über seine Aufschläge machte. Am Ende hieß es 19:25.

Unverändertes Bild im dritten Satz: Der SSC spielte gut, aber eben nicht gut genug. Mitte des Satzes kamen Melissa Drewes und Jacqueline Garski aufs Feld. Wieder hielten die Tulpen lange dagegen, konnten aber nicht den entscheidenden Punch setzen. Entsprechend sranden ein 20:25-Satzverlust und ein 0:3 zu Buche.

„Nach der knappen 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel hatten wir uns ein engeres Match erhofft, aber das Fehlen dreier wichtiger Spielerinnen gegen den Spitzenreiter lässt sich nicht so einfach kompensieren“, bilanzierte Bad Vilbels Trainer Christoph Haase, „Wiesbaden hat einfach sehr konzentriert und gut gespielt. Da hatten wir keine Chance.“ Haases Fokus geht bereits auf das Spiel gegen Stuttgart am 10. März: „Dort müssen drei Punkte her, die wären extrem wichtig im Abstiegskampf.“ gg